Google hat angekündigt, dass es Nutzer seiner generativen KI-Systeme gegen Urheberrechtsklagen verteidigen wird. Dieser Schritt folgt ähnlichen Verpflichtungen von Microsoft und Adobe. Der Ansatz von Google soll umfassender sein und sowohl die Verwendung urheberrechtlich geschützter Werke für das Training von KI als auch die von den Systemen erzeugten Ergebnisse abdecken. Die neue Richtlinie deckt Software wie Vertex AI und Duet AI ab, die für die Generierung von Text und Bildern in Google Workspace und Cloud-Programmen verwendet werden. Der bekannte generative KI-Chatbot von Google, Bard, wurde in der Ankündigung jedoch nicht erwähnt. Google will die Entschädigungsfrage mit einem zweigleisigen Ansatz angehen. Die erste Säule bezieht sich auf die Verwendung von Trainingsdaten durch Google und die Übernahme der Verantwortung für mögliche rechtliche Risiken. Die zweite Säule bezieht sich auf die von den KI-Systemen erzeugten Ergebnisse, wobei Google die Nutzer von Ansprüchen wegen der Verletzung geistiger Eigentumsrechte freistellt. Diese Entschädigung gilt jedoch nicht, wenn die Nutzer die generierten Ergebnisse absichtlich verwenden, um die Rechte anderer zu verletzen. Die generative KI-Technologie hat Klagen von Urheberrechtsinhabern hervorgerufen, aber bisher lag der Schwerpunkt auf den Unternehmen, die die KI-Systeme besitzen und betreiben, und nicht auf einzelnen Nutzern.
